Brotteröder Wintersportgeschichte

Wintersport in Brotterode ist seit über 100 Jahren ein Begriff in Thüringen und in der ganzen Welt.
Am 14. Februar 1905 wurde der Verein zur Förderung des Wintersportes gegründet.
Am Gründungstag versammelten sich viele Einwohner und Schaulustige am 803 m hohen Seimberg. Hier zeigten zwei Norweger auf einem behelfsmäßig gebauten Sprunghügel die ersten Sprünge von 12-18 m.
In den Folgejahren entstanden eine Sprungschanze sowie eine Rodel- und Bobbahn. Von da an hat Brotterode oft Wintersportgeschichte geschrieben. Kaum ein Verein hatte solche Erfolge (hauptsächlich im Skispringen) vorzuweisen. Von hier kamen Weltmeister, Olympiasieger und Medalliengewinner.
Im Jahre 2005 feierte der Wintersportverein mit einer großen Festveranstaltung sein 100-jähriges Bestehen.

Quelle: Festschrift 100 Jahre Wintersport in Brotterode


Die Skispringer W. Lesser und H. Glaß

Die Anfänge des Skispringens in Brotterode


Skispringen in den 50er Jahren


Entwicklung des Wintersports in Brotterode

1905 Erste Sprünge auf einen behelfsmäßigen Sprunghügel. Es werden Weiten zwischen 12 und 18 m erreicht
1920-1924 Bau der ersten richtigen Sprungschanze am heutigen Standort der Inselbergschanze (damals "Hagenschanze" )
1930 erster Umbau mit Vergrößerung des K-Punktes
1948 Modernisierung und Vergrößerung
1954 Modernisierung und Vergrößerung, hier mussten ca. 11.000 Kubikmeter Erde in mühevoller Handarbeit bewegt werden
1969 Vergrößerung auf K= 98 Meter
1978 Veränderung des R 3
1979 Einbau von zusätzlichen Startplätzen im Anlauf
1995 Bau der Beschneiungsanlage
2003 Umbau des Schanzentisches und des R 1 sowie die Veränderung des R 3
2004 Veränderung des Aufsprunghanges und des Auslaufs sowie Neubau eines Wasserreservoirs und der Beschneiungsanlage, K= 105 Meter
2005 Der aktuelle Schanzenrekord liegt bei 123,5m (Yong Jik Choi, Korea)

Quelle: Festschrift 100 Jahre Wintersport in Brotterode, 2005


Bobsleighbahn am Seimberg Das Foto entstand ca. im Jahre 1914. Am 18. Januar 1914 fand die erste Thüringer Meisterschaft im Rodeln in Brotterode statt. Auch in dieser Sportart erwiesen sich die Brotteröder Winterportler als sehr erfolgreich.


Schanzenumbau 1968/69 Russische Soldaten helfen bei der Vergrößerung der Schanzenanlage © Foto: Fuchs, Brotterode


Skispringen in Brotterode Die Skispringen in Brotterode erfreuten sich schon immer einer großen Beliebtheit. Tausende Zuschauer sind bei den Veranstaltungen auch heute noch keine Seltenheit.




Berühmte Brotteröder Wintersportler

Die Anzahl der Brotteröder Skispringer und Wintersportler welche bei internationalen Wettkämpfen und Weltcups starteten sucht in der Welt seines gleichen.
Zu ihnen gehörten:

Werner Lesser, Horst Lesser, Hugo Fuchs, Adolf Baldauf, Manfred Münch, Willi Wirth, Kurt Schramm, Karl-Heinz Herzer, Peter Lesser, Siegbert Münch, Diether Bokeloh, Alfred Lesser, Dieter Neuendorf, Manfred Wolf, Hans-Georg Aschenbach, Dietmar Aschenbach, Bernd Baptisella, Siegfried Robus, Horst Faupel, Hans Leipold, Bernhard Koch, Norbert Schröder, Peter Meffert, Bodo Liebetruth, Reinhard Trute, Thomas Weber, Peter Wabersich, Ulrich Simmen, Günter Münch, Wolfgang Schwarz, Martin Cramer, Karl Hellmich, Jochen Danneberg, Holger Krettek, Ingo Lesser, Ralph Gebstedt u.va.


Olympische Spiele 1976 Die Brotteröder Hans-Georg und Dietmar Aschenbach sowie Jochen Danneberg


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Werner Lesser II. Skisprung-Arena

Die neuen Mattenschanzen © Foto: M. Lauerwald




Brotterode verfügt nun über ein Stadion mit fünf Schanzen, das den Namen eines berühmten Athleten trägt, der den Namen von Brotterode in die Welt hinaustrug, die "Werner-Lesser II Skisprung- Arena" am Seimberg. Damit hat unsere Stadt ihren verstorbenen Ehrenbürger Werner Lesser posthum gewürdigt und der Skisprunglegende ein bleibendes Denkmal gesetzt. Zur Schanzenweihe bzw. Stadionweihe am 9. Oktober 2009 versammelten sich mehr als 100 Gäste aus Sport und Politik, Freunde aus dem österreichischen Bad Mitterndorf, Honoratioren aus dem öffentlichen Leben und viele Brotteröder Einwohner. Darunter war auch Marga Lesser die Witwe Werner Lessers.

Innerhalb des letzten Jahres waren zwei Schanzen für Nachwuchsspringer saniert und zwei weitere gebaut worden. Der große Bakken, die "Inselbergschanze" im Stadion wird ihren Namen behalten.




Bilder von der Schanzenweihe

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