Geschichtliche Entwicklung von Brotterode

Urkunde Verleihung Stadtrecht von 1936

Verleihung des Stadtrechts 1936 © by Stadt- und Kreisarchiv Schmalkalden, mit freundlicher Genehmigung




1039 am 27.4.1039 wird Brotterode zum ersten Mal als Brunuwartesrot erwähnt
1185 Erster urkundlicher Nachweis der Slawen als Bergleute, Köhler und Waldschmiede unweit des Seimbergs
1360 Brotterode wird das erste Mal als Cent genannt (Gerichtsbezirk)
1364 Erste Erwähnung der Brotteröder Kirche in einem Ablassbrief
1564 Der Eisenstein im Brotteröder Gehege wird in einer Tiefe von 120 m gewonnen
1589 Erste Erwähnung der Kirmesfahne
1640 Brotterode wird geplündert und in Brand gesteckt (30jähriger Krieg)
1706 am 11.12. letzte Hinrichtung in Brotterode, Eva Engel wird wegen Mordes an ihrem Kind enthauptet
1778 Bau einer neuen Kirche für 1200 Personen
1846 Beginn des Straßenbaus über die Grenzwiese nach Cabarz
1866 Brotterode fällt an Preußen
1895 Großer Brand von Brotterode, Gesamtschaden 3,2 Mio. Mark
1898 Einweihung der Bahnstrecke Kleinschmalkalden - Brotterode
1900 Einweihung der neuen Kirche
1918 Auffinden eines Steinkeiles im Gehege - ca. 2000 v. Chr.
1936 14./ 15.11. Brotterode bekommt das Stadtrecht verliehen
1938 Beginn des Baues des Rüstungsbetriebes Wissner
1938 Bau des Freibades in der Beckemühle
1939 900-Jahr-Feier mit großem Festumzug
1944 24.02. Luftkampf über der Stadt, drei B-24 Liberator der US-Army Air Force stürzen nach Abschuss im Gebiet von Brotterode ab
1945 am 5.4. Einmarsch der US-Truppen in Brotterode durch die Bernsbach
1945 Übergabe der Stadt an die Rote Armee, Abzug der US-Truppen
1947 Teile der Werkshallen der Firma Wissner werden von den Russen gesprengt
1950 Brotterode wird als Luftkurort bestätigt
1974 Brotterode wird staatlich anerkannter Erholungsort
1989 Wendejahr - Brotterode feiert die 950-Jahr-Feier
1990 Übernahme der FER-Fahrzeugelektrik GmbH durch die Robert Bosch GmbH
1991 Sprengung des 80m hohen Schornsteins am Heizhaus der Bosch GmbH
1995 10.07. Glockenläuten zum Gedenken an den Brand 1895
1999 Eröffnung des Inselbergbades
2006 70 Jahre Stadtrecht
2011 75 Jahre Stadtrecht
2011 Bildung der Einheitsstadt Brotterode-Trusetal

Brotterode vom Seimberg aus




Brotterode ist schön wenn der Schnee es deckt,
wenn im Frühjahr der Föhn die Wälder weckt,
wenn der Sommerwind über die Felder streicht
und die goldene Ähre sich wiegend neigt,
wenn herbstens am Giebel das Weinlaub glüht,
wenn winters der Ski seine Furchen zieht.
Ob du im gleißenden Sonnenlicht
vom Berggipfel ins Weite schaust
ob du hörst wie in dunkler Nacht
die wilde Jagd durch die Lüfte braust.
Oder siehst wie die Sonne sich senkt und wie dich graublau die Dämm'rung umfängt; oder du hörst wie in silberner Mondesnacht des Bergwalds Seele leis flüsternd erwacht. Deine Heimat ist schön, wenn immer es ist, Sei stolz, daß du ein Brotteröder bist.

R. Malsch (aus der Festschrift von 1939)


Brotteröder Trachten

Luftaufnahme von Brotterode Anfang der 30er- Jahre




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Ansichtskarte ca. 1900 mit preußischen Adler


Die Bahnstrecke Brotterode - Kleinschmalkalden

Am 19. Juli 1897 fand die Absteckung der Bahnstrecke Brotterode - Kleinschmalkalden statt. Der Auftrag zum Bau der Bahnstrecke erging am 29.Juli an die Firma Trautmann & Weißflog in Arnstadt.
Am 7. Dezember 1898 fand die landespolizeiliche Abnahme und am 19. Dezember die Übergabe der Bahnstrecke statt. Die Ausgaben betrugen 688 150 Mark.


Der Bahnhof von Brotterode im Jahre 1900


Am 17. Dezember war der Einweihungstag der Bahnstrecke. Der Empfang des ersten Zuges mit den Ehrengästen sollte festlich begangen werden. In der Nacht aber hatte ein Erdrutsch am vorderen Pulverkopf die Gleise auf einer Schienenlänge komplett verschüttet. Bei starkem Nebel an diesem Tage fuhr der Zug aus Kleinschmalkalden in die auf dem Gleisen liegenden Felsmassen. 2 Wagen des Zuges entgleisten daraufhin und die Strecke musste vorübergehend gesperrt werden.


Das erste Elektrizitätswerk von Brotterode

Das alte Elektrizitätswerk von Brotterode Dieses wurde am 8.12.1897 in Betrieb genommen. Mit einer großen Dampfmaschine trieb man einen Generator an, der dann den Strom für Brotterode erzeugte.



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